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Unfruchtbarkeit (Infertilität) bei Frauen und Männern

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist weltweit jedes sechste Paar von ungewollter Kinderlosigkeit betroffen http://www.who.int/topics/infertility/en/. Die Ursachen liegen in ca. 40 % der Fälle bei der Frau, in ca. 20 % der Fälle beim Mann und in ca. 25 % der Fälle sind beide Partner beteiligt. In ca. 15 % der Fälle kann keine Ursache gefunden werden. Der männliche Partner ist also in etwa der Hälfte der Fälle von ungewollter Kinderlosigkeit involviert.

Bekannte Ursachen männlicher Unfruchtbarkeit sind: Varikozele (Krampfadern der Hodengefäße), Infektionen & Entzündungen, Hypogonadismus (Kleiner Hoden durch verschiedene Ursachen) und Kryptorchismus (Hodenhochstand). In etwa einem Drittel der Fälle kann jedoch keine Ursache diagnostiziert werden. Bei etwa die Hälfte der unfruchtbaren Männer ist die Störung so massiv, dass sie ohne Inanspruchnahme einer assistierten Reproduktionstechnologie (´Künstliche Befruchtung´) keine eigenen Nachkommen zeugen können.

Um den Erfolg einer solchen Behandlung besser abschätzen zu können und somit die physischen, psychischen und finanziellen Belastungen des Kinderwunschpaares möglichst gering zu halten, ist ein Prognosemarker für den Nachweis der Anwesenheit von Spermatozoen in Hodengewebsproben, die nachfolgend für eine TEstikulärer SpermienExtraktion (TESE) verwendet werden sollen, bzw. für die Fertilisierungswahrscheinlichkeit von testikulären und/oder ejakulierten Spermatozoen, die nachfolgend für eine IntraCytoplasmische SpermienInjektion (ICSI) verwendet werden sollen, erforderlich. Die Protaminratio kann als Prognosemarker dienen.


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